Ghana - Elektroschrott

Bedeutung von Elektro- und Elektronikaltgeräten in Ghana
Auch in Ghana steigt die Nachfrage nach elektrischen Haushaltsgeräten, Fernsehern und Computern. Viele Menschen dort können sich jedoch keine fabrikneuen Produkte leisten. Gebrauchte Geräte aus Europa sind gefragt, weil sie deutlich preiswerter sind. Falls notwendig, werden sie repariert oder liefern noch Ersatzteile. Genau Angaben zum tatsächlich als unbrauchbar einzustufenden Anteil an der ins Land kommenden Gebrauchtwaren variieren zwischen 10 und 20 %.
Elektro- und Elektronikaltgeräte enthalten nicht nur wertvolle Komponenten, sondern auch problematische, die Umwelt- und Klima belasten und auch erhebliche gesundheitliche Risiken darstellen. Unternehmen für deren sachgerechte Verwertung müssen daher besondere technische Voraussetzungen erfüllen. In den meisten Ländern des globalen Südens fehlen solche Voraussetzungen oder sind nur schwach entwickelt. Dies führt dazu, dass Elektro- und Elektronikaltgeräte und auch Altfahrzeuge auf informellen Schrottplätzen verwertet werden. Die dabei entstehenden Schäden für Umwelt- und Klima sowie die damit verbundenen gesundheitlichen Risiken werden dabei in Kauf genommen. Zum Inbegriff für die unsachgemäße Verwertung von Elektro- und Elektronikaltgeräte in Ghana ist der Schrottplatz Old Fadama im Großraum Accra geworden, der unter dem Namen "Agbogbloshie" weltweit zum Inbegriff für die unsachgemäße Verwertung von Elektroschrott geworden ist.
Weiterführende Informationen:
- Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ): Mehr Nachhaltigkeit beim Umgang mit Elektroschrott
- Ghana-NRW: 10 Fragen und Antworten zu Elektroschrott in Deutschland und Ghana
- Fraunhofer UMSICHT: Forschungsprojekt EAG2-Rec